Entwickeln mit KI
Wie die KI im Alltag mitarbeitet — und wo ich lieber zweimal hinsehe.
Ein großer Teil meiner Projekte entsteht heute im Gespräch mit einer KI. Nicht als Knopf, der fertigen Code ausspuckt, sondern als Kollege, der schnell ist, viel weiß — und trotzdem geprüft werden muss.
Erst reden, dann bauen
Ich diktiere viel. Am Anfang steht fast nie Code, sondern eine Sammlung von Ideen und ein paar Entwürfe zum Anschauen. Erst wenn ein Bild gefällt, wird gebaut. Das spart Umwege: Was im Entwurf nicht überzeugt, muss später niemand zurückbauen.
Wissen, das bleibt
Entscheidungen, Fallen und Regeln landen als kurze Notizen neben dem Code. So weiß die KI beim nächsten Mal, dass bei uns nichts ohne Freigabe live geht, dass Texte ohne Kursiv auskommen und welche Farbe wirklich die Markenfarbe ist. Das Projekt erinnert sich — nicht das Gespräch.
Wo ich zweimal hinsehe
Eine KI klingt auch dann sicher, wenn sie falsch liegt. Ein Beispiel: Eine Pipeline lief grün, hatte aber nichts hochgeladen, weil ein „Überspringen” den ganzen Lauf beendete. Seitdem gilt: Ein grüner Haken ist kein Beweis. Geprüft wird am Ziel — liegt die Datei wirklich dort, sieht die Seite wirklich so aus?
Deshalb gehören Bildschirmfotos, echte Tests und ein Blick in den Browser zu jedem Schritt. Und die Entscheidungen bleiben bei mir: was live geht, was gelöscht wird, was eine Mail an Menschen wird.
Was es bringt
Mehr Projekte, die fertig werden. Aufgaben, die früher ein Wochenende gedauert hätten, sind an einem Abend erledigt — und die gewonnene Zeit fließt in das, was eine KI nicht kann: wissen, was die Kliniken wirklich brauchen.