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Datenschutz · 4 Min. lesen · September 2026

Google erst nach Einwilligung

Wie die neuen Klinik-Seiten messen, ohne vor dem Ja etwas an Google zu schicken — und warum der erste Seitenaufruf trotzdem fehlte.

Auf Klinik-Seiten verraten schon die Adressen, wofür sich jemand interessiert — eine Nasenkorrektur, ein Magenballon, eine Haartransplantation. Deshalb gilt auf den neuen Astro-Seiten eine einfache Regel: Vor der Einwilligung lädt nichts von Google. Kein Tag Manager, keine cookielosen Messpings, keine Schriften von Google-Servern.

Wie das umgesetzt ist

Googles Consent Mode kennt zwei Arten. In der „erweiterten” Variante lädt der Tag Manager immer und schickt ohne Einwilligung anonyme Pings — genau das wollten wir nicht. Die Seiten nutzen deshalb die „einfache” Variante: Der Tag Manager wird erst geladen, wenn jemand zustimmt. Wer die Einwilligung widerruft, bekommt die Seite neu geladen. Im Container hat jedes Tag seine eigene Einwilligungsbedingung.

Der Haken, der erst nach dem Livegang auffiel

Nach dem Umstieg zählte Google Analytics den ersten Seitenaufruf neuer Besucher nicht — ausgerechnet den mit den Kampagnenparametern, also die Quelle jeder Anzeigen-Sitzung. Der Grund: Die Zustimmung kam als nachträgliche Änderung statt als Ausgangslage. Tags, die beim Start feuern, sahen noch „abgelehnt” und wurden nicht nachgeholt.

Die Lösung ist eine Zeile an der richtigen Stelle: die Zustimmung als Ausgangslage setzen, unmittelbar bevor der Container lädt. Seitdem stimmt die Zählung ab dem ersten Aufruf.

Wie ich es prüfe

Ein frisches Browserprofil, „Ablehnen” klicken und dann die Netzwerkliste lesen: Es darf keine einzige Anfrage an eine Google-Adresse rausgehen. Nach „Akzeptieren” müssen die Aufrufe in der richtigen Reihenfolge ankommen.

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