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ERP · 4 Min. lesen · Herbst 2026

Odoo: kleine Module statt Umbau

Warum 23 gezielte Module und Werkzeuge besser in den Klinikalltag passen als ein großer Eingriff in den Kern.

Odoo 18 ist das Warenwirtschafts- und Einkaufssystem der Gruppe. Es kann vieles — aber nicht alles genau so, wie Kliniken arbeiten. Statt den Kern umzubauen, entsteht für jedes Problem ein kleines, eigenes Modul. Inzwischen sind es 23 Module und Werkzeuge.

Ein Problem, ein Modul

Die interne Artikelnummer findet jetzt per Suche und per Scanner direkt den richtigen Artikel — dafür musste auch die Barcode-App angepasst werden, weil sie gescannte Codes im Browser selbst abgleicht. Etiketten kommen als A4-Bogen mit 40 Stück oder als Einzeletikett aus dem Dymo. Dokumente aus dem Krankenhaus-Informationssystem landen automatisch in der richtigen Fallakte, mit Dokumentklasse und Löschschutz. Excel-Listen und Schnittstellen laufen über eine Import-Plattform, die im Hintergrund weiterarbeitet, auch wenn der Browser längst zu ist.

Schalter statt Stichtag

Die Bestands-App für 17 Standorte zeigt zunächst nur Bestände und Inventur. Der Bestellteil ist fertig gebaut, aber per Schalter aus — er geht an, wenn er gebraucht wird. So kommt Neues in kleinen Schritten, ohne Stichtag, an dem alles gleichzeitig klappen muss.

Was ich dabei gelernt habe

Kleine Module lassen sich einzeln prüfen, einspielen und zurücknehmen. Geht eins schief, bleibt der Rest stehen.

Beim Einspielen genau hinsehen. Über „Modul importieren” übernimmt Odoo nur Daten, keinen Python-Code. Ein Modul kann also „installiert” anzeigen und trotzdem nichts tun — erst ein Test der eigentlichen Funktion zeigt es.

Ein Fehler heißt nicht immer „nicht passiert”. Über XML-RPC melden manche Odoo-Methoden einen Fehler, obwohl sie längst gelaufen sind — sie können nur ihr leeres Ergebnis nicht zurückschicken. Wer dann blind wiederholt, bucht doppelt. Besser: JSON-RPC nutzen oder nach dem Aufruf nachzählen.

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